Römhilder Kästchen

Untersuchung eines Römhilder Kästchens aus dem Bestand der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha.

 

 

Die im 17. Jahrhundert in Thüringen hergestellten Schmuckkästchen dienten der Repräsentation und der Aufbewahrung von Wertgegenständen. Weitere Römhilder Kästchen befinden sich heute im Schlossmuseum Glücksburg, auf der Wartburg, im Ruhlaer
Tabakpfeifenmuseum, im Schloss Elisabethenburg in Meiningen und in den
Mühlhäuser Museen.

 

Lokal verfügbare Materialien wie Lindenholz und Alabaster kamen bei der Gestaltung der "Fassade"  -im Renaissance Stil-  zum Einsatz.
Dabei wurden wertvolle, nicht verfügbare Materialien imitiert, beispielsweise
Ebenholz und Gold durch die Verwendung einer Ebonisierung und Bronzierung.

 

Im geöffneten Zustand lässt sich die rechte, schmale Seite herausnehmen, dahinter
zeigen sich zwei versteckte Schubladen. Diese erstrecken sich über die gesamte
Breite des Kästchens.

CT Untersuchung

 

Die CT Aufnahmen, freundlicherweise vom Team des Instituts für bildgebende
Diagnostik des Katholischen Krankenhauses Erfurt durchgeführt, hatten die
Zielstellung mehr über die Konstruktion und die verwendeten Materialien in Erfahrung
zu bringen.

 

 

Wie die Abbildung verdeutlicht, wurde der Korpus gezinkt. Dabei sind die Zinken
jeweils in die schmale Seite eingearbeitet.

 

Katja Brand

Holzbildhauerin / Restauratorin

- Bachelor of Arts - Konservierung/Restaurierung

Werkstatt:

Kleine Gasse 26

99095 Erfurt / Mittelhausen

0 176/31667276

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Katja Brand